Rennmäuse

RennmäuseRennmäuse, die
[Rännmeusä]
(auch Gerbils, eng. Jird, lat. Meriones unguiculatus -> [Krieger mit Krallen])

Klein und putzig wirken diese winzigen Tiere, wenn man sie in Geschäften sieht. Man kriegt von allen gesagt, dass es freundliche kleine Wesen sind, die sehr sozial in kleinen Grüppchen leben und recht anspruchslos sind. Dass das nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, kriegt man erst mit, wenn man sich schon mit ihnen angefreutet hat.
Der ideale Lebensraum für eine zwei- bis dreiköpfige Gerbilgemeinschaft ist ein Aquarium, das man bei bekannten Online Auktionshäusern auch durchaus billig kriegen kann - in meinem Fall sogar mit Deckel!

Auch die Einrichtung gestaltet sich recht simpel, solange man genug Enstreu verwendet, etwas Heu, einiges an Holz, Tontöpfen und möglichst wenig Plastik.
Es gilt: Was angenagt werden kann, wird auch angenagt. Darunter fallen neben diversen Einrichtungsgegenständen auch schonmal das eine oder andere Kleidungsstück von Mama oder ein Stromkabel. Den Stromschlag kriegt dabei derjenige, der versucht, das Tier vor eben jenem zu schützen: Mama.
Das mit der Freundlichkeit dieser Tiere ist auch so eine Sache. Wenn sie erstmal aneinander gewöhnt sind, kommen sie gut miteinander aus, keine Frage. Sie schmusen und schlafen zu kleinen Häufchen gestapelt, fressen und spielen zusammen. Aber Streit ist gerade bei den älteren Exemplaren keine Seltenheit. Mit etwas Pech kann eine Auseinandersetzung durchaus blutig enden oder damit, dass eins der Viecher doch noch einzelnd gesetzt werden muss. Das sind so Dinge, mit denen man rechnen muss.
Das Futter für die Zwerge ist oft eine Sache der Auswahl. Gewöhnliches Gerbilfutter, das man kaufen kann, ist selten gut, denn neben Körnerkram finden sich auch noch weitere Kleinigkeiten darin, die sie nur in geringen Mengen futtern dürfen. Sonnenblumenkerne zum Beispiel, mit denen man sich das eine oder andere Tier schnell zum Freund machen kann.
Idealerweise mischt man sich das Futter selbst - wenn man die Möglichkeit hat - oder kauft einfach Meerschweinchenfutter.
Heuschrecken kommen gut an, sind aber nur was für Menschen, die auch Blut sehen können. Auch wenn keins fließt. Bei dieser Lebendnahrung zeigen die kleinen Monster gerne, wie grausam sie sein können, indem sie den Heuschrecken als erstes die Sprungbeine durchnagen und sie dann über Stunden hinweg immer mal wieder anknabbern - und die Heuschrecken leben den Großteil der Zeit sogar noch!
Als tag- und nachtaktive Tiere hat man selbst im Schlaf noch etwas von ihnen, spätestens dann, wenn sie wieder ihr Laufrad gegen die Scheibe vom Aquarium drücken und dann darin herumrümpeln.
Sie sind tolle Altpapierbeseitiger, und wenn man mal nichts zu tun hat, klemmt man sich einfach vors Aquarium und schaut Rennmaus-TV. Auch wenn das noch so langweilig klingt, man kann zum Teil wirklich Stunden davor verbringen.

Alles in allem sind sie vermutlich wirklich gesellige Tiere. Oder zumindest diejenigen, die ich nicht habe…. ^^’

Stubbs

Stubbs[ZwergNase, Ghandi, Stoepsel]
Geburtstag: 14.07.2005
Hobbies: Fressen & schlafen
Besondere Kennzeichen: Hat vor Allem und Jedem Angst
Charakter: Ängstliche kleine Nase.
Mag: Ärger machen, Fressen
Mag nicht: Angefasst werden, Wasser

Stubbs ist der Letzte der Bande und ein direkter Nachfolger der Mika - Sam - Dynastie. Mit einem unglaublich plüschigen Äußeren schaffte er es sofort, mein Herz zu gewinnen, und ich kaufte ihn ebenso spontan, wie ich die Tierhandlung betreten hatte, kaum zwei Wochen, nachdem ich Sam verloren hatte. Ein Einzeltierchen, das wohl einfach da abgegeben worden war.
In der Gruppe wurde das schüchterne Tier sofort freudig aufgenommen. Stubbs selbst blieb aber noch ziemlich skeptisch und versuchte vehement, sich unsichtbar zu stellen. Inzwischen hat er sich aber halbwegs eingelebt. Wenn man davon absieht, dass er sich mit Dijons Hilfe gegen seine Bestimmung und damit auch gegen Lucifer zur Wehr setzt und sich vermutlich mehr als einmal mit dem Ältesten geprügelt hatte.
Stubbs kann Sonnenblumenkerne nicht ausstehen, genauso wenig wie Menschen oder viele andere Dinge. Am glücklichsten ist er, wenn man ihn in Ruhe auf dem Grund seines Aquariums sitzen lässt.

Verloren - aber unvergessen: Mika

The one and only GothicGerbil Mika, der mir schon nach kurzer Zeit zeigte, wer der Boss ist. Mir und meiner Kleidung. Und meinen Möbeln. Und meiner Bettwäsche. Und meinen Kuscheltieren. Nicht zu vergessen meinen Kabeln. Und überhaupt jedem, der in seine Nähe kam. Deine beiden Untertanen vermissen dich, Master.

Luci & Ins

Mika
18.12.2002 - 07.04.2003
Mika-Chan

Boss der Mächte und des Aquariums.
Möge dir die Technik und deine Neugier im nächsten Leben nicht zum Verhängnis werden.

Verloren - aber unvergessen: Sam

Sam
14.04.2003 - 31.07.2005

Wir erinnern uns an jene, die zu jung von uns gegangen sind. Buddy Holly, Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Janis Joblin, Jim Morrisson, Rio Reiser, Bob Marley, John Lennon… Sam.
Eine Hand schwebt überm Wasser Ein Engel spannt die Flügel weit Fällt im Himmel heut Regen Sollen wir weinen um euch?

Meine kleine Rennmaus Sam hat das Zeitliche gesegnet. Mein kleiner Diktator hinterlässt seine Anhängerschaft, bestehend aus zwei Minipies und einer Mamapie, sowie einen Haufen Fragen.

Warum ist er gestorben? Es erscheint fast seltsam. Erst vor zwei Wochen war er beim Tierarzt - angeblich hatte er nichts. Eine kleine Beißerei. Er hatte unglaublich abgenommen, als ich nicht dagewesen bin, und nah auch nicht wieder zu, als ich wieder da war. Aber laut der Ärztin war nichts.
Luci und Dijon haben sich in letzter Zeit häufig gefetzt - stark genug, dass ich sie erstmal trennen musste. Luci, der viel abbekommen hat, stand ganz oben auf meiner Panikliste. Wenn ich gewusst hätte, dass ein Renner sterben würde, hätte ich auf ihn getippt. Aber Sam? Warum Sam?

Seht euch an
Kein wahrer Held lebt lang
Ihr kamt zu nah an die Sonne heran
Und keiner kann euch ersetzen

Niemand war darauf vorbereitet. Nicht ich, noch die anderen. Keiner hätte es erwartet. Ausgerechnet er, der sich mit den anderen beiden nicht gezankt hatte.
Er ist friedlich eingeschlafen. Von außerhalb des Aquariums sah es aus, als wenn er einfach nur schlief. Einen solchen Tod wünscht man doch jedem - wenn man denn schon sterben muss. Zumindest beim Tod selbst hat er nicht gelitten - hat er es davor? Ich weiß es nicht.

Die große Party ist zuende
Wann werden wir es je verstehen
Warum gingt ihr von uns?
War alles so vorgesehen?

Was bleibt…
Zurück bleiben drei Nasen, die den Rattentod gefürchtet hatten und ihm begegneten. Zwei von ihnen gleich zweimal.
Eine Biographie, die geschrieben werden will und nun auch ein Ende hat. Zwei Einzelmäuschen, bei denen ich keine Ahnung habe, was ich mit ihnen mache. Zusammen lassen und warten, bis sie sich totkloppen? Einzelnd behalten und warten, bis sie eingegangen sind? Oder sie mit neuen Nasen zusammensetzen und beten, dass sie die nicht auch kloppen?
Im Moment weiß ich nicht wirklich, was ich mit den übrigen Minipies machen werde. Sie trauern und verstehen sich - aber was ist danach? Wir werden sehen.

Und so bereiten wir die Tafel
Und heben einmal noch das Glas
Sehen Gesichter am Fenster
Ihr seid uns immer, immer unendlich nah

Mögest du hinter der Regenbogenbrücke glücklich werden, Sam. Mögest du Mika treffen und mit ihm zusammen die Welt unterwerfen, wie es immer dein Plan gewesen ist. wir anderen, wir kommen nach. Manche früher, manche später. Warte auf uns - wir werden dich niemals vergessen.

Deine Mama, die beiden Zwerge und zwei Fritten, die du nie wirklich kennengelernt hast.

Verloren - aber unvergessen: Lucifer

Lucifer Der Tod kommt manchmal ziemlich plötzlich und unerwartet und hinterlässt auch gerne Fragen wie “Warum? Er war doch noch so jung!”
Und dann gibt es die Tode, auf die man praktisch nur noch gewartet hat. Weil die Betreffenden alt sind, krank, oder aus irgendeinem Grund leiden.
So auch Lucifer.
Nach etwas weniger als 3 1/2 Jahren ist mein kleiner Rennmausopa von mir gegangen. Zu sagen, dass das unerwartet kam, wäre eine Lüge. Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon eine ganze Weile darauf gewartet. Es war seine Zeit, man sah ihm das Alter an. Dass er seinen Geburtstag im Dezember nicht mehr erleben würde, war mir schon eine ganze Weile war. Und doch ignoriert man gerne, wie nah der Tod eigentlich ist.

Als hätte ich geahnt, was passieren würde, hab ich ihn am Montag noch ein letztes Mal im Badezimmer laufen lassen. Mein Gedanke dabei war: “Ein letztes Mal, dann kann er beruhigt gehen.” Dass ich damit so richtig liegen würde, hätte ich aber nicht gedacht.
Gestern abend, kurz nach 11, fing es an. Oder besser: bemerkte ich es. Er konnte kaum noch stehen, kippte immer wieder um und selbst essen ging nicht mehr.
Und doch hielt er noch ziemlich genau 12 Stunden in diesem Zustand aus.
Eiskalt wie er war, nahm ich ihn aufmeine Hand und wärmte ihn ein paar Stunden, bis die Müdigkeit schließlich stärker als ich wurde. Geschlafen hab ich nur 2 Stunden und mich dann aus dem Bett gequält, um mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Der Tod war unabwendbar, aber wenn er sich so quälte, war es vielleicht das beste, wenn man ihm dabei half. Zwar hatte das Wärmen dazu geführt, dass er wieder eine annehmbare Körpertemperatur hatte und sogar etwas herumlaufen konnte, doch dieser Effekt hielt halt auch nur so lange, wie ich ihn wärmte. Nachdem ich ihn zwei Stunden sich selbst überlassen hatte, war es wieder wie am Abend zuvor.
Und natürlich ist heute Feiertag - also warf ich den PC an auf der Suche nach einem Tierarzt, der Notdienst haben würde, in dem Wissen, dass sie ihn mir beim Einschläfern gleich wegnehmen würden und ich nicht mehr die Chance kriegen würde, ihn zu beerdigen.
Das schien er auch gewusst zu haben, denn noch während ich versuchte, die Adresse rauszukriegen, gab er auf und legte sich ein letztes Mal nieder, um den Rattentod zu begegnen.
Von all den Tieren, die ich bisher verloren habe, war das der schlimmste Tod - denn er war unausweichlich und dauerte brutal lange. Selbst Putzi, mein Kaninchen, hatte damals nicht so lange leiden müssen.
Nun ja, der Tod ereilt uns schließlich alle mal, und ich hoffe, dass er nun bei Sam und Mika ist, die beiden Diktatoren, die beide viel zu früh von dieser Welt gegangen sind.
Wenigstens hat nun sein Leiden endlich ein Ende

Luci

Lucifer
Dezember 2002 - April 2006

Snow is falling down on this glorious land
Colours fading, turning into white again
To fallen heroes angels sing, they cry their winter tears
Endless mourning days will turn to years

So this is goodbye, I take leave of you and
Spread your wings and you will fly away now, fly away
Now

Nothing on earth stays forever
But none of your deeds were in vain
Deep in our hearts you will live again
You’re gone to the home of the brave

Every solemn moment I will treasure inside
Even though it’s hard to understand
That a silent wind can blow the candle out
Taking everything leaving the pain far behind

You call out my name, but your voice is fading
Into the wind, embraced, you’ll fly away now, fly away
Now

Nothing on earth stays forever
But none of your deeds were in vain
Deep in our hearts you will live again
You’re gone to the home of the brave

My eyes are closed I feel you’re far away ( so close )
Far beyond that shining star
I know you’ll find what you’ve been fighting for
Far beyond that shining star

Down on bended knee I pray, bring courage to these souls
Make’em live forever in the heart of the bold
So I say farewell my friends, I hope we’ll meet again
When time has come to fall from grace

So this is goodbye, I take leave of you and
Spread your wings and you will fly away now, fly away
Now

Nothing on earth stays forever
But none of your deeds were in vain
Deep in our hearts you will live again
You’re gone to the home of the brave

Hammerfall - Glory to the brave

Verloren - aber unvergessen: Dijon

Dijon
14.04.2003 - 25.10.2006

Nachdem er Lucifer um ziemlich genau zwei einhalb Monate überlebt hat, ist nun auch Dijon in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Der Rattentod hat sich bei ihm besonders viel Zeit gelassen und uns ein paar Tage in Grauen und Untätigkeit beschert, aber wieder einmal gezeigt haben, dass der Tod trotz allem eine Erlösung sein kann.
Ich hoffe für die kleine Piratte, dass sie nun wieder bei dem Rest der Bande sein kann.
Übrig bleibt nur noch Stubbs, der nie wirklich zu der Baned gehört hatte und damit ein neues Kapitel aufschlägt. Ein letztes Kapitel der Rennmausgenerationen in diesem Haus. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Geschichte um Sam und seine Kumpanen hat ihr Ende erreicht.
Mögest du das Leben nach dem Tod haben, das man einer Piratte nur wünschen kann.

Yohoho and a bottle of drops.

Valhalla the gods await me
Open wide thy gates embrace me.
Great hall of the battle slain
With sword in hand.
All those who stand on shore
Raise high your hands to bid a last
farewell to the Viking land.
Death’s chilling wind blows through my hair
I’m now immortal, I am there
I take my place by Odin’s side
Eternal army in the sky.
I point my hatchet to the wind
I guard the gates and all within
Hear my sword sing, as I ride across the sky
Sworn by the sacred blood of Odin onward ride.
Valhalla the gods await me
Open wide thy gates embrace me.
Great hall of the battle slain
With sword in hand.
Behold the kingdom of the kings
Books of spells and magic rings
Endless knowledge, endless time
I scream the final battle cry.

Manowar - Gates Of Valhalla


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